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29. Jahrestagung der Integrations-/Inklusionsforscher/innen in deutschsprachigen Ländern

Foto: Norbert Kaltwaßer
„Inklusion ist die Antwort – was war nochmal die Frage?“

Liebe Kolleg_innen der Integrations- und Inklusionsforschung,

das Tagungsteam lädt mit dieser Frage herzlich zum gemeinsamen Nachdenken und Innehalten in die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg ein.

Anknüpfend an die letzte Tagung in Naurod mit ihrem Schwerpunkt der Theoriereflexion, versuchen wir nun eine Erweiterung im vertieften Austausch und Dialog darüber, WAS WIR WARUM WIE im Feld der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Inklusion tun. Ganz im Sinne eines ‚work in progress‘ möchten wir zu einem gemeinsamen Prozess des Austauschs darüber anregen, woher wir jeweils kommen, wie wir dorthin kamen und wie und warum uns unser Weg an den Punkt führte, an dem wir heute stehen (egal, wie lang oder kurz der Weg auch sein mag) – alles in Sachen Inklusion. Warum also führen wir den Diskurs in der Weise, wie wir es tun – darum der Titel unserer Tagung (s.o.)! Münden könnte das Ganze – so jedenfalls unsere Hoffnung – in gemeinsame Überlegungen darüber, wie Aushandlungsprozesse um die Gestaltung ‚inklusiver Verhältnisse‘ auf allen Ebenen durch uns mit beeinflusst werden können. Wie kann jede_r einzelne von uns durch welche Forschungsvorhaben einen konstruktiven Beitrag zu  inklusiven Entwicklungen einbringen? Es ist also unser zentrales Anliegen und unsere Erwartung, mehr Klarheit über die je eigenen Beiträge und deren Verknüpfbarkeit mit dem Inklusionsdiskurs zu gewinnen.

Raum für gemeinsames Nachdenken

Als Form für einen solchen Denkprozess möchten wir entlang der Theorie U (Scharmer 2009, Lyra 2011) einen Rahmen schaffen, der solche Denkmöglichkeiten, Dialogsituationen und Gedankenspiele für die Entwicklung von Perspektiven eröffnet. Für die Moderation konnten wir zwei Kollegen aus Wien gewinnen: Oliver Koenig – vielen bekannt –, der jetzt wieder an der Universität Wien sowie in dem außeruniversitären Forschungsbüro „queraum“ tätig ist, wo er auch an einem internationalen Programm zur Begleitung von Veränderungsprozessen mit Hilfe der Theorie U teilgenommen hat, und Thomas Schweinschwaller, Gesellschafter von „Vielfarben“, der bereits viele Veränderungsprozesse begleitet hat.

Ebenen des Nachdenkens und Planens

Der Tagungsverlauf nimmt die Ebenen „Ich-mit-Mir“, „Ich-mit-Dir“,  „Wir: Hochschule/Bildungseinrichtung“, „Wir-und-Wir“ und schließlich „Alle gemeinsam“ (vgl. Kommunaler Index für Inklusion 2011) in den Blick. Zum gemeinsamen Erkunden unserer Wege und Erfahrungen im Feld der Inklusion nutzen wir die Anregungen der Theorie U, die aufgrund empirischer Forschung von nachhaltigen Veränderungsprozessen entstanden ist. Mit ihr suchen wir nach Antworten auf die Frage: Wie gestalten wir zukünftig inklusive Prozesse?

Dabei ist auch genug Zeit dafür vorgesehen, eigene Anliegen und Beispiele für begonnene und geplante Forschungsvorhaben reflexiv einzubringen und darüber in Dialoge zu treten (siehe Call for Posters).

Zur Vorbereitung der verschiedenen Stationen des U-Prozess-Verlaufs, (um also nicht in den Modus des Downloadens zu kommen und in Schleifen des ‚mehr vom Alten‘ stecken zu bleiben), werden wir alle, die uns durch Ihre Anmeldung signalisieren, dass sie sich auf dieses Experiment einlassen wollen, erneut kontaktieren und um gewisse ‚Vorgedanken‘ bitten (dies ist unabhängig vom Call for Posters). Es wird wichtig sein, dass alle Anwesenden tatsächlich den ganzen Prozess mit durchlaufen, also die volle Zeit der Tagung präsent sind.

Zeiten für eine Lernreise

Wir hoffen, alle können sich mit Neugier auf diesen Weg einer fast dreitägigen gemeinsamen Lernreise durch eine Tagung einlassen und freuen uns auf spannende Begegnungen und ein intensives gemeinsames Nachdenken auf der IFO-Tagung vom 18. 02. 2015 um 13 Uhr bis zum 21. 02. 2015 wiederum 13 Uhr im Haus 31 der Franckeschen Stiftungen in Halle an der Saale.

Herzliche Grüße vom Organisations- und Planungsteam

Ines Boban, Ute Geiling, Dagmar Günther, Andreas Hinz, David Jahr,

Tanja Kinne, Robert Kruschel, Toni Simon, Rahel Szalai & Stephanie Winter

 

Quelle: www.philfak3.uni-halle.de
Foto: Uni Halle / Norbert Kaltwaßer

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