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Landschaftsausschuss beschließt Gründung einer GmbH für das Zentrum für verfolgte Künste

Köln. 27. Juni  2014. Der Landschaftsausschuss der Landschaftsversammlung Rheinland hat einstimmig die Gründung einer GmbH für das Zentrum für verfolgte Künste in Solingen beschlossen.

Viele Künstlerinnen und Künstler wurden in der Nazidiktatur mit Arbeitsverboten belegt, waren von Haft bedroht und wurden verfolgt. Oftmals blieb ihnen nur die Flucht. Ihrem Schaffen blieb  häufig auch nach 1945 die Wertschätzung verwehrt, so dass viele in Vergessenheit gerieten. Das Werk und Leben dieser Künstlerinnen und Künstler zu erforschen und sie der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, hat sich das Zentrum für verfolgte Künste zum Ziel gesetzt.

Gemeinsam mit der Stadt Solingen und in Kooperation mit der „Bürgerstiftung für verfemte Künste mit der Sammlung Gerhard Schneider“ und der „Stiftung Else-Lasker-Schüler-Zentrum für verbrannte und verbannte Dichter-/Künstler-innen“ soll deshalb für das Zentrum eine eigene GmbH gegründet werden. Ihren Sitz wird diese im Kunstmuseum Solingen haben.

„Mit dem heutigen Beschluss haben wir eine der letzten Hürden für dieses bedeutsame Projekt genommen. Ich freue mich darauf, dass wir uns nun auf die inhaltliche Arbeit des Zentrums konzentrieren können und bin sicher, dass sich das Zentrum zu einem wichtigen Baustein zur Erforschung und Vermittlung dieses politisch nach wie vor aktuellen Themas entwickeln wird“, unterstrich Prof. Dr. Jürgen Wilhelm, Vorsitzender des Landschaftsausschusses.

Die Stadt Solingen und die Bürgerstiftung haben den Vertragswerken bereits im April zugestimmt. Bevor die GmbH ihre Arbeit aufnehmen kann, müssen die Aufsichtsbehörden formal ihre Zustimmung erteilen. Für den LVR ist dies das Ministerium für Inneres und Kommunales des Landes Nordrhein-Westfalen.

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Pressekontakt:

Birgit Ströter
LVR-Fachbereich Kommunikation
Tel: 02 21 – 809 – 77 11

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