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Menschen mit Behinderung und Pflegebedürftige haben Anspruch auf vollen Sozialhilfesatz

VdK begrüßt Entscheidung des Bundessozialgerichts zugunsten behinderter Menschen

„Die Entscheidung des Bundessozialgerichts ist ein positives Signal für rund 40.000 Menschen in Deutschland, die eine Behinderung haben oder pflegebedürftig sind und nicht in einer Partnerschaft leben. Sie erhalten künftig den vollen Hilfesatz, wie es auch der VdK gefordert hat“, kommentiert Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, das heutige Urteil des Bundessozialgerichts.

Das Bundessozialgericht hatte klargestellt, dass Menschen mit Behinderung oder pflegebedürftigen Menschen, die erwerbsunfähig und volljährig sind, bei einem gemeinsamen Haushalt der volle Sozialhilfesatz zusteht, wenn sie nicht in einer Partnerschaft leben. Entscheidend sei nicht, ob ein Haushalt allein geführt werde. Es reiche, wenn ein Haushalt gemeinsam geführt werde, beispielsweise mit einem Elternteil.

„Zukünftig werden damit Menschen mit Behinderung in Wohngemeinschaften oder im elterlichen Haushalt lebende erwachsene Menschen mit Behinderung nicht mehr benachteiligt“, so die VdK-Präsidentin.

Lesen Sie mehr zum Thema auf der Webseite des VdK:

Leben volljährige Behinderte oder Pflegebedürftige noch bei den Eltern oder in einer Wohngemeinschaft, darf das Sozialamt dies nicht als Grund für geringere Sozialhilfeleistungen nehmen. So urteilte das Bundessozialgericht in Kassel in drei Fällen. | BSG stoppt übliche Sozialhilfekürzung für Menschen mit Behinderung

Cornelia Jurrmann / VdK

 

Foto: VdK-Präsidentin Ulrike Mascher | © Peter Himsel
Quelle: www.vdk.de

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