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ComputerProjekt Köln e. V.

Der Pädagogische Ratgeber für Computer-
und Konsolenspiele ist ein Projekt von:

ComputerProjekt Köln e. V.
Verein für Medien, Bildung und Kultur
www.computerprojekt-koeln.de

Produktbeschreibung

Warum ein pädagogischer Ratgeber zu Computer- und Konsolenspielen?

Mit dem Einzug von Film, Fernsehen, Video und Computerspielen in den Freizeitalltag von Kindern und Jugendlichen hat die Fragestellung, wie sich die Beschäftigung mit den elektronischen Medien auf Kinder und Jugendliche auswirkt, mehr und mehr an Bedeutung gewonnen. Von den Computer- und Konsolenspielen geht eine außerordentliche Faszination aus. Kinder und Jugendliche sind so begeistert, dass sie sich über mehrere Stunden am Tag und an mehreren Tagen in der Woche in diesen Welten aufhalten. Im Gegensatz zu Film und Fernsehen erhalten die jungen Menschen in den virtuellen Spielewelten die Möglichkeit, das Geschehen auf dem Bildschirm direkt zu beeinflussen. Sie erleben sich so als Handelnde in einer Welt, die es zu kontrollieren und zu verändern gilt. Obwohl sich die Spielmuster in den letzten Jahren kaum verändert haben, ist gleichwohl die Begeisterung Jugendlicher für die Spiele konstant geblieben. In dem die Softwareindustrie die Spiele in Hinblick auf Grafik, Sound und technischer Spielbarkeit immer aufwändiger gestaltet, erhält und steigert sie den Boom, den die Computerspiele nun schon seit Jahren erleben.

Während also Computer- und Konsolenspiele für viele Kinder und Jugendliche augenscheinlich zu einem festen Bestandteil ihrer Lebenswelt geworden sind, erleben viele Erwachsene das mediale Freizeitinteresse der jungen Spieler mit gemischten Gefühlen. Die virtuellen Spiele erscheinen ihnen befremdlich und problematisch, erst recht wenn ihnen der Eindruck vermittelt wird, dass ein Großteil der Spiele inhaltlich von Kampf und Krieg bestimmt werden. Sie befürchten, der Aufenthalt in den virtuellen Spielwelten führe zu Gefährdungen, wie z. B. Zunahme der Aggressivität, Beeinträchtigung der Realitätssicht, Verlust sozialer Kontakte oder der Veränderung von Wertevorstellungen. Ihre nur allzu verständlichen Bedenken sind verknüpft mit Forderungen nach mehr gesetzlichem Schutz für ihre Kinder und informativer Beratung durch fachkompetente Stellen.

Mit der am 01.04.2003 erfolgten Novellierung des Jugendschutzgesetzes (JuSchG) wurde dem Wunsch nach einer gesetzlichen Alterseinstufung von Computerspielen Rechnung getragen. Seitdem müssen die Spiele mit einer verbindlichen Alterskennzeichnung versehen und dürfen nur an Kinder und Jugendliche abgegeben werden, die mindestens das auf der Spieleverpackung und dem Datenträger angegebene Alter haben. Auch wenn sich das Gesetz nicht unmittelbar an Eltern, Pädagoginnen und Pädagogen richtet, stellen die Alterskennzeichnungen wichtige Orientierungshilfen für sie dar. Sie wissen nun, dass es verbindliche Alterseinstufungen gibt und dass der Handel diese beim Vertrieb zu beachten hat. Die Alterskennzeichnungen sollen sicherstellen, dass durch ein Spiel keine Beeinträchtigung für die entsprechende Altersgruppe zu erwarten ist.

Doch Jugendmedienschutz ist nicht alleine Aufgabe gesetzlicher Regelungen, sondern eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Die Förderung von Medienkompetenz ist ebenso ein wirkungsvolles Mittel, um funktionierenden Kinder- und Jugendmedienschutz zu gewährleisten, bei deren Umsetzung alle gefordert sind: Eltern, Schule, Kinder- und Jugendhilfe sowie das gesamte Umfeld der Kinder und Jugendlichen. Eine bloße Bewahrpädagogik hat keine Chance und kann auch nicht gewährleisten, Kinder und Jugendliche von allen gefährdenden Einflüssen fernzuhalten. Junge Menschen müssen ihre Erfahrungen machen und die Erwachsenen, in erster Linie die Eltern, Pädagoginnen und Pädagogen, müssen sie dabei unterstützen, mit diesen Erfahrungen verantwortlich und selbstbewusst umzugehen. Für die Erziehungsberechtigten reicht deshalb die gesetzliche Alterskennzeichnung nicht aus. Sie wollen wissen, ob und warum das für ein bestimmtes Alter eingestufte Spiel vom qualitativen Niveau her empfehlenswert ist und ob die Anforderungen und Schwierigkeitsgrade des Spiels von ihren Kindern gemeistert werden können. Weiter wünschen sie zu erfahren, was die Faszinationskraft dieser Spiele ausmacht, welcher Spieletyp sich von welchen Spielinhalten angesprochen fühlt und was die Spieler in den virtuellen Spielwelten suchen und finden.

Um solche und weitere Fragestellungen beantworten zu können, hat der Verein ComputerProjekt Köln e. V. mit Förderung des Landes NRW und in Kooperation mit Partnern aus Pädagogik, Forschung und Jugendmedienschutz einen Ratgeberservice zu Computer- und Konsolenspielen für Eltern, Pädagoginnen und Pädagogen eingerichtet. Der Ratgeber ist eine pädagogische Ergänzung zur gesetzlichen Alterskennzeichnung der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) und thematisiert das Thema Computer- und Konsolenspiele in erster Linie unter medien- und bildungspädagogischen Gesichtspunkten. Unter Anleitung erfahrener Medienpädagoginnen und -pädagogen werden gemeinsam mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen aktuelle und interessante Spiele erprobt und beurteilt. Das Ergebnis dieser Beurteilungen sowie die Meinungen der jungen Spieletester finden sich auf diesen Seiten wieder. Des Weiteren bietet der Spiele-Ratgeber Informationen zum Jugendmedienschutz, zu aktuellen Verkaufscharts, zur Forschung und Pädagogik. Er stellt Praxisprojekte aus Schule sowie Kinder- und Jugendhilfe zum Thema Computerspiele vor und gibt Anregungen und Hilfestellungen bei der Planung von Elternabenden, Fachtagungen und pädagogischen Projekten.

Gleichzeitig bietet er Besucherinnen und Besuchern, insbesondere den Eltern, Pädagoginnen und Pädagogen, die Möglichkeit, sich in den Chat- Diskussions- und Meinungsforen aktiv zu beteiligen.

Erfahren Sie mehr über das Projekt:

Logo: www.computerprojekt-koeln.de

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Zusätzliche Informationen

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